Der Regionalität Vorrang geben

Das Landeskrankenhaus Hartberg ist KAges-Pilotkrankenhaus im Bereich Versorgung mit regionalen Lebensmitteln.

Beeindruckender Polit-Aufmarsch und beeindruckende Zahlen bei der jüngsten Pressekonferenz im Landeskrankenhaus Hartberg. Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger, die Landtagsabgeordneten Hubert Lang und Lukas Schnitzer, gleichzeitig auch Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Hartberg, Kammerobmann Herbert Lebitsch und die Anstaltsleitung, Betriebsdirektor Reinhard Petritsch, der ärztliche Direktor Primarius Gerhard Berger und Pflegedirektorin Angelika Kernbichler, vermittelten, welche Bedeutung regionale Lebensmittel für ein Krankenhaus aus wirtschaftlicher und medizinischer Sicht haben können.

Mehr als 50 Prozent

„Das LKH Hartberg bezieht zurzeit bereits mehr als 50 Prozent der benötigten Lebensmittel bei insgesamt 23 Produzenten in der Region; dafür werden pro Jahr rund 250.000 Euro aufgewendet“, so Betriebsdirektor Reinhard Petritsch, der noch Potenzial nach oben sieht: „10 bis 20 Prozent Steigerung sind sicher noch möglich.“

Dieser Meinung schloss sich auch Küchenleiter Franz Koch an, der konkrete Zahlen aus Sicht der Küche präsentierte: „Wir kochen 51 Prozent Normal- und 49 Prozent Diätkost in insgesamt 172 Kombinationen. Gemeinsam mit dem LKH Weiz, das von Hartberg aus mit Speisen versorgt wird, kommen wir auf 103.000 Verpflegstage pro Jahr, das Lebensmittel-Budget pro Verpflegstag beträgt 5,60 Euro.“ Zu regionalen Lieferanten zählen unter anderem Thaller in Leitersdorf mit Milch- und Käseprodukten, Fleisch Gruber in Vorau, der Obsthof Singer in Tiefenbach und Gemüse Rauer in Bad Blumau.

Mitarbeiter als Helden

Die beiden Landesräte nutzten die erste LKH-Pressekonferenz nach dem Lockdown, um allen Mitarbeitern für ihren Einsatz während der Coronakrise zu danken. „Für mich sind das die wahren Helden“, so Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß.

Der Appell ging dahin, die Zusammenarbeit mit regionalen Lebensmittellieferanten weiter zu forcieren. „Gesunde Lebensmittel aus der Region stärken nicht nur die Wertschöpfung vor Ort, sondern haben auf das Wohlbefinden der Patienten unter Mitarbeiter einen positiven Einfluss“, so Landesrat Seitinger. Wesentliche Voraussetzung für eine Partnerschaft ist aus seiner Sicht die Versorgungssicherheit. Gewährleistet werden soll diese Sicherheit durch das kürzlich gegründete bäuerliche Versorgungsnetzwerk Steiermark, eine landwirtschaftliche Genossenschaft, die die Interessen der Produzenten bündelt und als Ansprechpartner für Großküchen auftritt.

 

Die Landesräte Juliane Bogner-Strauß und Johann Seitinger im Kreis mit den Spitzen des LKH Hartberg und regionalen Polit-Vertretern