Buchpräsentation in Löffelbach

Vor dem ehemaligen Wasch- und Kühlhaus am Dorfplatz in Löffelbach wurde das Buch „Frostige Spurensuche – Eine Geschichte der Tiefkühlhäuser in der Steiermark“ präsentiert. Bgm. Herbert Rodler konnte dazu auch LAbg. Hubert Lang und den Geschäftsführer der Volkskultur Steiermark Simon Koiner begrüßen.

Die Autoren Helmut Eberhard, Professor für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Karl Franzens-Universität in Graz, und Anita Ziegerhofer, Professorin für Rechtsgeschichte und Leiterin des Fachbereichs Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung am Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen an der Karl Franzens-Universität in Graz, begeben sich in ihrem Buch auf Spurensuche eines beinahe verschwundenen Denkmals einer Welt von gestern: dem Tiefkühlhaus. Einige Gebäude sind heute noch in Betrieb, etliche wurden inzwischen abgerissen, da sie ihre ursprüngliche Aufgabe verloren hatten. Eine Vielzahl erlebte hingegen einen Funktionswandel – die Häuser dienen beispielsweise als Gemeinschaftsräume für die Bevölkerung, Vereinslokale oder sogar als Museen.

In dem vorliegenden Buch erfolgt zunächst eine allgemeine Betrachtung von Tiefkühlhäusern, um dann die Geschichte der steirischen Tiefkühlhäuser in unterschiedlichsten Facetten zu beleuchten: Wo befand sich das erste Tiefkühlhaus, auf welchen rechtlichen Grundlagen erfolgte ihre Errichtung, wer waren Initiatoren der Bauten, wem gehörten sie und wer nutzte sie. Ergänzt wurde die Buchpräsentation mit dem Film „Ein Tiefkühlhaus hat ausgedient“, den der Löffelbacher Hobbyfilmer Anton Schuller im Jahr 1993 gedreht hat sowie mit Erinnerungen von Josef Kundigraber, der viele Jahre Obmann der Wasch- und Kühlgenossenschaft Löffelbach war.