Startschuss für das „Modell Steiermark“

Mit dem Diskussionsformat „SteiraTALK“ zum Thema Digitale Zukunft fiel in Fürstenfeld bei der Firma Nidec Global Appliance Austria GmbH der Startschuss für das „Modell Steiermark“. Staatssekretär Florian Tursky diskutierte gemeinsam mit dem Generalsekretär des Wirtschaftsbundes NR Kurt Egger und „Modell Steiermark“-Geschäftsführer Günther Ruprecht über einen möglichen Mikrochip-Cluster im Süden Österreichs, den Breitbandausbau im ländlichen Raum und den richtigen Umgang mit künstlicher Intelligenz.

Zukunftsfitte Steiermark

Tursky unterstrich vor allem die gute Zusammenarbeit, die zwischen Bundesregierung und der Steiermark als wichtigem Innovationsstandort besteht: „Die Digitalisierung ist in der Steiermark ganz besonders spürbar. Es freut mich sehr, dass auch Landeshauptmann Christopher Drexler die Digitalisierung als wichtiges Ziel sieht und sie weiter vorantreibt.“ Dabei, so Tursky, braucht es vier große Bausteine: Gesellschaft, E-Government, Europäische Regulierung und Infrastruktur. „Wir müssen es schaffen, Arbeitskräfte heute für die Arbeitsplätze der Zukunft auszubilden und die digitale Kompetenz der Menschen zu fördern. Ziel muss es sein, dass wir niemanden zurücklassen. Zudem investieren wir mit der zweiten Breitbandmilliarde massiv in die Chancengleichheit der Regionen. Und mit der Digitalisierung der Amtswege entbürokratisieren wir die Verwaltung und holen sie ins 21. Jahrhundert“, so der Staatssekretär.

Mikrochip-Cluster

Besonderes Potenzial sieht Tursky in der Mikrochip-Produktion im Süden Österreichs: „Nach dem Automotive-Cluster entwickelt sich in Kärnten und der Steiermark aktuell ein wichtiger Innovationsstandort für Mikrochips. Gerade die Universitäten und Fachhochschulen leisten in diesem Zusammenhang großartige Arbeit.“ Mit dem Mikrochip-Cluster sollen in den südlichen Bundesländern insgesamt bis zu 26.500 Arbeitsplätze entstehen. Große Einigkeit herrschte beim Thema Daten. „Daten werden das Gold der Zukunft sein“, so Tursky. „Wie erfolgreich ein Unternehmen künftig performen kann, wird auch von seinem Umgang mit Daten abhängen.“

LAbg. Hubert Lang, Vize-Rektor Markus Fallenböck, Barbara Riener, Staatssekretär Florian Tursky, GF Günther Ruprecht, Abg.z.NR Kurt Egger, Bgm. Franz Jost (v.l.) Foto: STVP/Maximilian Gsöls