Offene und sachliche Diskussion beim Bauernbund-Hofgespräch in Bad Waltersdorf

Bad Waltersdorf war die dritte Station der „Hofgespräche – von Bauer zu Bauer“. Kammerobmann und Bauernbund-Bezirksobmann Herbert Lebitsch konnte über 100 Bäuerinnen und Bauern begrüßen. Diese nützten die Gelegenheit, um mit ihren Vorschlägen und Hinweisen am Forderungskatalog für die neue Gemeinsame Agrarpolitik mitzuarbeiten. Diese gesammelten Stellungnahmen werden dann im Herbst von Landesrätin Simone Schmiedtbauer und LK-Präsident Andreas Steinegger in Brüssel persönlich übergeben.

In der Diskussion ging es auch um die vom SP-Finanzminister ins Spiel gebrachte Preisdeckelung bei Lebensmitteln. Kammerobmann Franz Uller befürchtete nämlich, dass die Landwirte dann auf der Strecke bleiben würden, „weil der Lebensmittelhandel und die verarbeitenden Betriebe trotzdem ihre Gewinnspannen haben wollen“. Schmiedtbauer dazu: „Wenn jeder steirische Haushalt im Durchschnitt jährlich Lebensmittel im Wert von 800 Euro in die Mülltonne wirft, soll man zuallererst darüber reden.“

In einigen Wortmeldungen ging es um den Pflanzenschutz. Weinbauer Hannes Leitner verlangte: „Wir brauchen eine Gleichstellung bei den Pflanzenschutzmitteln. Die Situation ist dramatisch, denn wir haben fast keine geeigneten Mittel mehr.“ Diesbezüglich erklärte Schmiedtbauer, dass man in der öffentlichen Diskussion das Thema Pflanzenschutzmittel-Einsatz nicht scheuen darf und offen darüber reden muss. Präsident Steinegger stellte klar: „Pflanzenschutzmittel sind kein Teufelszeug, sondern sichern unsere Lebensmittelversorgung!“ Für Steinegger war diese Bauernbund-Veranstaltung auch eine gute Gelegenheit, sich den Bäuerinnen und Bauern vorzustellen und über seine bisherigen Tätigkeiten als neuer LK-Präsident zu informieren.